Karl-Ströher-Preis 2011 an TOBIAS ZIELONY
Tobias Zielony ist der Preisträger des Karl-Ströher-Preises 2011. Zielony wird für sein vielseitiges Schaffen zwischen Fotografie, Film und Soundcollage ausgezeichnet. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird von der Karl-Ströher-Stiftung im zweijährigen Turnus verliehen und zur Eröffnung der Ausstellung
»Manitoba« im MMK Zollamt an Tobias Zielony überreicht.
Der 1950 erstmals von dem Unternehmer und Kunstsammler Karl Ströher vergebene Preis wird seit 1986 von der Karl-Ströher-Stiftung überreicht, die auf Wunsch des 1977 verstorbenen Karl Ströher von dessen Familie errichtet wurde. So ist bis heute die Förderung der zeitgenössischen Kunst ausschließlicher Zweck der Stiftung. Dem Kuratorium, das den Preisträger bestimmt, gehören zwei Vertreter der Familie und der jeweilige Direktor des MMK an.
Der Karl-Ströher-Preis gehört zu den am höchsten dotierten deutschen Preisen für Gegenwartskunst. Die Summe teilt sich in ein Preisgeld von 10.000 Euro und in den gleichen Betrag, der zum Ankauf eines Werkes des Preisträgers für das MMK bestimmt ist.
Von Tobias Zielony werden Arbeiten aus der Serie „Manitoba“ angekauft, die derzeit in der Ausstellung im MMK Zollamt zu sehen sind.
Folgende Künstler haben bisher den Karl-Ströher-Preis erhalten: Cyprien Gaillard (2009), Melvin Moti (2007), Marc Brandenburg (2005), Tobias Rehberger (2003), Michael Kalmbach (1999), Miriam Cahn (1997), Udo Koch (1995), Heiner Blum (1993), Andreas Slominski (1991), Rosemarie Trockel (1989), Christa Näher (1987) und Dieter Krieg (1986).
Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch, das in Zusammenarbeit von MMK Museum für Moderne Kunst, Spector Books und Tobias Zielony entstanden ist.
Ausstellungseröffnung und Preisverleihung
Freitag, 11. November um 19 Uhr im MMK Zollamt
Ausstellungsdauer: 12. November 2011 – 15. Januar 2012
Vom 8. Juli 2011 – 4. September 2011 war die Ausstellung
»Tobias Zielony: Manitoba« bei Camera Austria zu sehen.
Parallel zur Ausstellung haben wir gemeinsam mit Tobias Zielony an einem Themenheft der Zeitschrift
Camera Austria International 114/2011 gearbeitet, in dem wir der Frage nach dem Dokumentarischen als poltische Praxis nachgegangen sind.